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Alles Gute

 

 

 

 

 

Es ist bald Weihnachten. Was verbinden Sie damit, liebe Leserinnen und Leser? Hektik, Stress und Konsumdruck? Oder doch Ruhe, Behaglichkeit und familiäre Wohlfühl-Oase? Ich tippe jetzt mal auf Ersteres. Denn die nackten Zahlen lassen nur einen Schluss zu: Weihnachten ist der Orgasmus des Kapitalismus. Der deutsche Satiriker „Professor Querulix“ hat Weihnachten gar als „Fest der Scheinheiligkeit und des Abfalls“ bezeichnet. Weihnachten war aber tatsächlich einmal eine Zeit der Stille und Besinnung, bis jemand auf die Idee kam, dass unbedingt Geschenke sein müssen.  

 

Weihnachtseinkäufe sind aber hervorragende Trainingsläufe für den Winterschlussverkauf. Allerdings mit beachtlichem Ärgernis-Faktor, denn es ist nur schwer vermittelbar, dass ein teures Utensil zwei Wochen später plötzlich nur mehr ein Drittel kosten soll. Doch das sind die wundersamen Windungen unserer modernen Konsumgesellschaft. Die Autorin Andrea Büschgens hat einmal gesagt, dass das „Erlebnis eines Schlussverkaufes darin besteht, prozentual zu sehen und reduziert zu fühlen“. Darüber könnte man jetzt eine ganze Abhandlung schreiben. Aber vielleicht ein anderes Mal.

 

Nichtsdestotrotz möchte ich an dieser Stelle eine Lanze für die kleinen, heimischen Wirtschaftskreisläufe brechen. Der Brunecker hds-Obmann Daniel Schönhuber hat im Vorwort des Brunecker Weihnachtskataloges die großen Nachteile des Internet-Kaufes aufgezeigt. Er befürchtet gar, dass damit letztlich die vielen kleinen Geschäfte vor Ort verschwinden. Studien zeigen, dass die Orte sterben, wenn keine lokalen Geschäfte mehr vorhanden sind. Es findet kein gesellschaftlicher Austausch mehr statt. Mit fatalen Auswirkungen. 

In dieselbe Kerbe schlugen übrigens auch die Bauern anlässlich ihrer traditionellen Versammlung im Pacherhaus. Auch sie haben angeregt, dass nur der gemeinsame Schulterschluss aller wirtschaftlichen Akteure fit für die Zukunft macht. Auch wenn lokale Produkte und Kreisläufe ein paar Euro teurer sein sollten. Doch die vielen Nachteile im Umkehrschluss würden uns letztlich wohl wesentlich mehr kosten! Gerade jetzt zu Weihnachten sollte man den Blick für die großen Zusammenhänge nicht aus den Augen verlieren. 

 

Irgendwie gilt das auch für uns. Seit der letzten PZ-Ausgabe finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, den Erlagschein für die Erneuerung Ihres PZ-Abonnements. An dieser Stelle möchte ich mich für Ihr wirklich großes Vertrauen von Herzen bedanken. Es ist immer eine Freude zu sehen, wie groß unsere Leser-Gemeinde ist. Danke dafür! Sie sind unsere Triebfeder, damit wir auch weiterhin für Sie arbeiten dürfen. Und wenn Sie uns auch heuer wieder gewogen sind, dann gleich einen Aufschlag dazu! 

 

Im Namen meines gesamten Teams entbiete ich Ihnen die allerbesten Wünsche für die Advents- und Weihnachtszeit und wünsche alles Gute für das Jahr 2017!

 

 

Reinhard Weger

 

 

 

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