Frohe Festtage

  

Weihnachten, laut Wikipedia auch Weihnacht, Christfest oder Heiliger Christ genannt, ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Festtag ist der 25. Dezember, der Christtag, auch Hochfest der Geburt des Herrn (lat. Sollemnitas in nativitate Domini), dessen Feierlichkeiten am Vorabend, dem Heiligen Abend (auch Heiligabend, Heilige Nacht, Christnacht oder Weihnachtsabend), beginnen. Er ist in vielen Staaten ein gesetzlicher Feiertag. In Südtirol kommt – wie im gesamten deutschsprachigen Raum – als zweiter Weihnachtsfeiertag der 26. Dezember hinzu, der auch als Stephanstag begangen wird. 

 

Die Advents- und Weihnachtszeit ist eine Zeit der Stille und Besinnung. Das hört man jedenfalls immer wieder. Doch mit der Stille und der Besinnung war es spätestens dann vorbei, als ein besonders helles Köpfchen auf die Idee kam, dass Geschenke sein müssen. Während laut althergebrachten Überlieferungen der gute Jesus den Menschen mit seiner Geburt eine Freude machen wollte, ist das seit geraumer Zeit ganz anders umgemünzt worden. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Weihnachten wird immer mehr zu einem Singspiel klingender Münzen. Ein bewährtes Mittel zur Umsatzsteigerung. Hand auf’s Herz: Weihnachten ist schlicht die große Zeit des Zuviel, wie schon der Dichter und Kritiker James Henry Hunt gesagt hat. Der lebte übrigens von 1784 bis 1859!

 

Ich möchte nichts mies machen. Denn auch ich mag Weihnachten mit allem was dazu gehört. Darin hat natürlich auch der Einzelhandel mit seinen vielen Geschenkideen seine Berechtigung. Doch man sollte den Bogen nicht überspannen. Das gilt für die Termine der Christkindl- und Weihnachtsmärkte genauso wie mit den weihnachtlichen Öffnungszeiten. Kollegin Judith Steinmair hat in der aktuellen Titelgeschichte genau dieses Thema aufgegriffen. Denn wir müssen aufpassen, dass wir die Menschen in unserer entfesselten und auf Gewinnmaximierung getrimmten Arbeits- und Gesellschaftswelt nicht überfordern. Denn die Grundpfeiler einer brummenden Wirtschaft können auf Dauer nicht Aufwandsminimierung und die Abschaffung des Gewissens sein. Denn dann fehlt das Menschliche, also das Wichtigste. Doch genau Letzteres wird zu Weihnachten immer wieder angemahnt und eingefordert.  

 

Wir sollten uns also mehr denn je darauf besinnen, was Weihnachten wirklich ist. Der Synodale, Lektor und Prädikant Pater Peter Voss hat es so ausgedrückt: „Wir feiern den Gott der kleinen Leute, den Gott der Einsamen, den Gott der Verzweifelten, den Gott der Heimatlosen, den Gott der Kaputten. Und das kann nur, wer sich ohne Wenn und Aber an deren Seite stellt. Wer das nicht will, der mag gerne die freien Tage für sein eigenes Fest nutzen. Er soll’s bitte nur nicht Weihnachten nennen!“ 

Wie wahr: Etwas mehr Ehrlichkeit tut uns sicher allen gut. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen liebe Leserinnen und Leser im Namen des gesamten Teams alles Beste für die bevorstehenden Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2018. Dazu viel Erfolg, aber vor allem Gesundheit – im ganzen Jahr! Denn die Gesundheit ist der größte Reichtum!        

 

                

Reinhard Weger

 

 

 

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