Corona-Sorgen

 

  

Die Schulen wurden nach den Weihnachts- und Jahresabschluss-Ferien am 10. Jänner 2022 wieder geöffnet. Planmäßig, nachdem die römische und die Südtiroler Regierung eine vorsorgliche Verlängerung der Ferien ausgeschlossen hatten. Allerdings gelten neue Regeln, um den Schutz der Schulgemeinschaft trotz der explodierenden Corona-Zahlen dennoch halbwegs sicher zu stellen. Stand heute (11.01.2022) reicht in den Kindergärten bereits eine Infektion aus, um die gesamten Kindergartengruppe in Quarantäne zu schicken. Bei den Grund- und den ersten Klassen in den Mittelschulen ist das allerdings etwas anders: Dort wird nach einem positiven Corona-Fall erst einmal streng getestet und erst beim zweiten positiven Corona-Fall die gesamte Klasse nach Hause geschickt. Wiederum anders läuft es ab der zweiten Klasse in den Mittelschulen: Dort müssen nach zwei positiven Corona-Fällen zuerst die Ungeimpften und ab drei positiven Fällen wiederum alle in den Fernunterricht wechseln. Das ist ein Beispiel unter vielen, wie unterschiedlich die Regeln angewandt werden. Die Hauptlast tragen einmal mehr die Familien und vor allem die Mütter, die im Falle von Hausunterricht zum Handkuss kommen. 

 

Viele Menschen ächzen unter der Regelflut und blicken nicht mehr durch. Da wäre es wirklich sinnvoller, etwas weniger Regeln aufzustellen – aber dafür mit einer klareren Sprache und einer besseren Kommunikation zu punkten. Dabei muss auch der direkte Zugang zu den Impfskeptikern gesucht werden. Die militanten Impfgegner mit ihren Egoismen, Pseudo-Wissenschaften und falschen Freiheitsparolen wird man hingegen nicht erreichen können. Man darf ihnen aber auch nicht die Bühne zur Selbstdarstellung überlassen, sondern man muss mit Gegenargumenten kontern. Wichtig ist jedoch, dass niemand als Mensch zweiter Klasse abgestempelt wird. Das gilt für Genesene, Geimpfte und Ungeimpfte gleichermaßen! Denn diese Seuche werden wir nur gemeinsam zu stemmen imstande sein. Die derzeitige Situation ist dafür viel zu dramatisch und gefährdet täglich Menschenleben. Ich gehe davon aus, dass uns Corona wohl auch in Zukunft erhalten bleibt. Wir müssen jedoch alles daransetzen, die derzeitige Akut-Phase so rasch wie möglich hinter uns zu lassen. 

 

Wir müssen uns also alle gemeinsam anstrengen und die Ärmel hochkrempeln. Um das zu schaffen, dürfen wir die gesellschaftlichen Gräben nicht zu tief werden lassen und müssen versuchen, im gemeinsamen Schulterschluss – Genesene, Geimpfte und Nicht-Geimpfte – den Weg gemeinsam zu gehen. Wir stehen alle in der Pflicht – niemand ausgenommen! Mit Verantwortungsbewusstsein, Menschlichkeit, Hausverstand und etwas gutem Willen lässt sich aber auch diese Herausforderung meistern. Wir können daraus gestärkt hervorkommen. Nutzen wir diese Chance! 

 

           

Ihr Reinhard Weger

 

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