Künstliche Intelligenz

  

Künstliche Intelligenz ist derzeit in aller Munde und hat ein enormes Potential. Das wurde auf der heurigen Auflage des Unternehmerforums in Bruneck deutlich, wo genau dieses Thema diskutiert wurde. Die künstliche Intelligenz ist nämlich vielschichtig und bereits seit vielen Jahren ein wichtiger Teil unseres Lebens. Einfach erklärt, verfügt bei KI im Grunde eine Maschine über eine dem Menschen vergleichbare „Intelligenz“ und wäre in der Lage, eine Art „Selbstbewusstsein“ zu haben, das in der Lage wäre, Probleme zu lösen, zu lernen und sogar für die Zukunft zu planen. Es gibt verschiedene Arten von künstlicher Intelligenz. Die Anwendungsbereiche sind dabei vielfältig. Vor allem den großen Sprachmodellen wird für die Zukunft eine noch wichtigere Rolle zugetraut. 

 

Doch jetzt geht das Ganze noch weiter. Das, was wir Sprache nennen, wird von eigenen Systemen zuerst in seine logischen Einzelteile, sogenannte Tokens, zerlegt. Dann werden logische Zusammenhänge erlernt und dann von den Computern neu zusammengesetzt – natürlich erst dann, wenn eine entsprechende Anfrage hereinkommt. Ähnlich funktioniert es auch mit Bild-Generatoren: Informationen werden kodiert und mithilfe automatisierter Interpretation neu zusammengefügt. Da kann es schon vorkommen, dass der Papst mit einer weißen Jacke herumspaziert – natürlich eine mit dem „richtigen“ Markenlogo! Das „gefälschte“ Bild lässt sich vom authentischen Bilde oft kaum mehr unterscheiden. 

 

Im Rahmen des Unternehmerforums wurde auf die vielen Vorteile der künstlichen Intelligenz eingegangen. Diese sind tatsächlich enorm. Vor allem in der Wirtschaft, Medizin, Schule und Social Media gibt es beim verstärkten „Mensch-Maschine-Verhältnis“ viele Vorteile, die zugleich Hoffnungen darstellen. Die Anwendung von derartigen Modellen bringt eine große Effizienzsteigerung. Auf kurzem Kommando können etwa Bilder generiert werden. Doch auch Spracherkennung, Übersetzungen, Bildauswertungen, Bildgenerierungen, Robotertechnik und Sprachsynthese sind längst Teil unseres Alltages geworden. Viele Aufgaben wären ohne die automatisierten Systeme gar nicht mehr umsetzbar. Es gibt aber auch einige Schattenseiten. Das Hauptproblem beginnt nämlich mit dem grundsätzlichen Missverständnis, dass Technologien prinzipiell „neutral“ seien. Die Annahme, dass sie gar nicht wissen, was sie tun, ist schlichtweg falsch. KI-Modelle werden nämlich durch das geprägt, was ihnen implementiert wird und was wir Menschen ihnen als Grundlage mit auf den Weg geben.

 

Der Epochenwandel hin zu einem „human-digitalen Zeitalter“ ist jedenfalls in vollem Gange. Doch damit stellt sich die Frage, welche Daten den Modellen überhaupt zur Verfügung gestellt werden sollen? Wie werden die Algorithmen und das, was man ihnen als Datengrundlage beigebracht hat, limitiert bzw. beeinflusst? Die Maschinen lernen derzeit rasend schnell, aber sie werden von uns Menschen trainiert – allerdings auch mit unseren vielen Unzulänglichkeiten und Fehlern. Darüber hinaus können künstliche Intelligenzsysteme im Unterschied zu uns Menschen keine Verantwortungen übernehmen. Ganz wichtig: Die KI-Systeme müssen sich ebenfalls an das Recht halten, egal auf welchen Ebenen! Insofern ist klar, dass die künstliche Intelligenz von Menschen gelenkt werden darf. Sie kann nur begleitend und unterstützend zum Wohle von uns Menschen wirken. Dann bleiben wir auch auf der KI-Autobahn in der richtigen Spur.

     

      

Ihr Reinhard Weger
     

 

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