KURZ UND KNAPP:

aus dem Inhalt der PZ Nr. 15 vom 23.07.2020

 

 

 

Installation zum Gedenken „Grenze 1920-2020 Confine“ in Winnebach: Die Grenze auf der Straße, im Tal und in den Köpfen 

„Totgesagte leben länger“. Es klingt banal und auch nicht wirklich erfreulich. Doch irgendwie trifft es den Nagel auf den Kopf, sollte ich das befremdliche Gefühl beschreiben, das mich beschlich, als ich jüngst in Winnebach der 100 Jahre Grenzziehung gedenken sollte. Anlass war die offizielle Vorstellung der Installation „Grenze 1920-2020 Confine“ am verwaisten Gebäude der italienischen Finanzwache. Gerne hätte ich von der verschwundenen, der überwundenen Grenze mitten durch das Pustertal berichtet. „Doch Totgesagte leben eben länger“ und die Grenze ist noch da!

 

Nachruf für Alois Ebner: Ein Opfer politisierter Justiz

In der Nacht vom 17. auf den 18. Juli 2020 ist Alois Ebner, einer der in einem unrühmlichen Prozess verurteilten „Pfunderer Buam“, für immer von uns gegangen. Ebner hatte in seiner Jugend Schweres erleben müssen. Ein Nachruf.

 

Corona und die Nachwehen: Die vergessene Generation

Es läuft. Halbwegs, unter den gegebenen Umständen. Die Wirtschaft wird wieder angekurbelt, Arbeitstätigkeiten aufgenommen, die Touristen kommen und retten unsere Sommersaison, Lockerungen ermöglichen stückweise ein Gefühl von Normalität. Bis dato sind wir mit einem blauen Auge davongekommen. Möchte man meinen. Tatsächlich? Immer wieder erreichen uns in der Redaktion Situationsberichte, E-Mails, Briefe, offene Fragen. 

 

Die Zahlen steigen: Verzweiflung, Krisen und Suizidverhütung

Südtirol leidet seit Jahrzehnten unter einer hohen Suizidrate, jetzt in Phase 2 der Coronakrise besonders. Es sind die unsichere Gesundheit, die wirtschaftliche Einbuße und vor allem die nicht mehr mögliche menschliche Nähe, das früher beruhigende Berühren vieler Personen, die jetzt zu Buche schlagen. Die persönlichen Krisen, die schon vorher bestanden haben, wachsen in solcher Atmosphäre. Aus Krisen können unmerklich Krankheiten werden, am häufigsten Depressionen. Ihr Nährboden sind Einsamkeit und Erschöpfung. Ihr Gefahrenmoment ist die Verzweiflung.

 

Die Nachwehen der Corona-Pandemie: Keine Panik

Der wissenschaftliche Koordinator des Hilfsnetzwerks „Psychohilfe Covid-19 PSYHELP“ Dr. Roland Keim befürchtet das Ausufern von Verschwörungstheorien rund um die Corona-Pandemie. Er fordert eine klare Haltung und eine wissenschaftliche Bearbeitung der Coronakrise. Im Kern: Weniger Panik und mehr fundierte Wissenschaftsarbeit.

   

Pustertaler Videoüberwachung ja oder nein?: Der schmale Grat  

Die Bezirksgemeinschaft Pustertal beabsichtigt in Zusammenarbeit mit den Gemeinden eine flächendeckende Videoüberwachung zu installieren. Während viele Gemeinden das Projekt unterstützen, lehnten mehrere – darunter auch Gsies - (vorerst) ab. Das Projekt stößt bei vielen Menschen zwar auf Zustimmung, aber es gibt auch immer mehr mahnende Stimmen. Eine davon ist Bernhard Zimmerhofer von der Süd-Tiroler Freiheit. Mit ihm führte PZ-Chefredakteur Reinhard Weger folgendes Gespräch.

  

Die Festwiese in Reischach: Der lange Streit ist zu Ende 

Die Festwiese in Reischach ist ab sofort wieder öffentlich zugänglich. Damit schaffte es Bürgermeister Roland Griessmair, dass die „unendliche Geschichte“ einer guten Lösung zugeführt werden konnte. Seit 2012 war ein privates Grundstück im Bereich der Festwiese nämlich komplett abgesperrt und wurde auch nicht gemäht. Dieser Umstand brachte die Gemüter in Wallung und entzweite die Dorfgemeinschaft. Der mit der neuen Lösung verbundene Raumordnungsvertrag ist bereits umgesetzt worden. Der Reischacher Fraktionschef Walter Huber sieht in dieser Causa jedoch auch Versäumnisse der Gemeinde. 

 

Menschen im Portrait - Josef Steger: Sein Glück liegt im Verborgenen

Wenn es um Mineralien geht, ist Kasern ein echtes Zentrum. Wo Südtirols nördlichstes Tal endet und der Weg nach Österreich nur über die Berge führt, gehören Kristalle dazu. Warum sie ausgerechnet hier so reichlich gewachsen sind, erzählt einer, der die Gegend kennt wie seine Westentasche. Josef Steger, Mineraliensucher seit über 50 Jahren.

 

50 Jahre Salon Sigi in Bruneck: Der Sigi, wie er leibt und lebt... 

Wer kennt ihn nicht, den Friseur Sigi in Bruneck, der nun schon seit 50 Jahren seinen Friseur-Beruf ausübt? Freude und Erfolg, das sind wohl sichtbare Zeichen, die den heutigen Seniorenchef Siegfried Niederwanger  kennzeichnen. Grund genug zu feiern - schließlich hat sich Sigi im Laufe seiner 50-jährigen Tätigkeit als Friseur seinen „Namen gemacht“ und mit großer Begeisterung  zu seinem Beruf, mit Einsatzfreude und Fleiß einen der größten Friseursalons in Bruneck errichtet. Und dabei hatte es Sigi sicher nicht leicht und musste auf seinem erfolgreichen Lebensweg viele Hürden überwinden.

 

Herbert Gamper: Ein Großer tritt ab 

Mit Ende Juni 2020 leitete Herbert Gamper seinen verdienten Ruhestand als Geschäftsführer der Firma Mader ein. In dieser Funktion hat er auch im Pustertal große Spuren hinterlassen. Bis Ende September wird er noch seinen Nachfolgern zu Seite stehen und sich dann zurückziehen. Wie der Freigeist rückblickend seine Tätigkeit bewertet und was er so alles im Sinn hat, darüber sprach Reinhard Weger mit dem erfolgreichen Manager.

 

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Holzschnitzersymposium im Ahrntal: Die auserwählten Alpentiere 

Der Lockdown nach Ausbruch der Coronapandemie auch bei uns hat die Kunstszene voll erwischt. Alle Veranstaltungen jeglicher Art mussten abgesagt werden und immer noch gelten rigide Bestimmungen. Auf tönernen Füßen stand deshalb auch die Austragung des Wettbewerbs der Holzbildhauer. Bei den Vorbereitungen für die elfte Ausgabe des Symposiums im Ahrntal waren die Organisatoren noch abhängig von den politischen Entscheidungen bezüglich der Maßnahmen, die die Einreise der Künstler/innen betraf.

 

Stadtmuseum Bruneck: Die vergessene Moderne

Bis zum 18. Oktober 2020 zeigt das Stadtmuseum Bruneck in Zusammenarbeit mit der Galerie Maier in Innsbruck eine Sonderausstellung über die gegenständliche Malerei und Skulptur nach 1945. Die Ausstellung setzt sich exemplarisch mit den vielseitigen Möglichkeiten der gegenständlichen Darstellung in Hinblick auf die schwierigen Zeiten nach dem 2. Weltkrieg auseinander und beleuchtet deren Inhalte.

 

Das „begehbare Gipfelbuch“ in Sexten: In der Vielfalt liegt Kraft

Im vergangenen Jahr feierte Sexten das 150. Jubiläum der Erstbesteigung der Dreischusterspitze und der Großen Zinne im Sommer 1869 durch Paul Grohmann, Franz Innerkofler und Peter Salcher. Eine der vielen Initiativen, die zu diesem feierlichen Anlass umgesetzt wurden, war die Kunstinstallation „das begehbare Gipfelbuch“. Nun wurde das nachhaltige Werk von Ulla Hell (Plasma Studio) in seine Einzelteile und in ganz Sexten aufgestellt. Damit zieren nun 77 Bänke bzw. Bank-Tischkombinationen das gesamte Gemeindegebiet dauerhaft. Auf den Wanderwegen und auch im Ortszentrum sind die verschiedenen Elemente zu bewundern und laden Gäste wie Einheimische zum Verweilen ein. 

 

Schloss Bruck ist wieder offen: Farbenfrohes Farbspiel

Seit dem fünften Juli 2020 sind nach der coronabedingten Durststrecke wieder die Ausstellungen auf Schloss Bruck zugänglich. Im „Familienalbum“ wird eine große Auswahl an Malerei in Kärnten und Tirol von 1900 bis 1960 gezeigt. Simon von Taisten ist ebenfalls zu sehen – genauso wie ausgewählte Fotografien und die schönsten Gewänder aus Osttirol. Die bunte Vielfalt bleibt bis zum 26. Oktober 2020 zugänglich.

  

UFO-Filmfeschtl mit Georg Tschurtschenthaler: Machtspielchen und mehr

Alle zwei Jahre organisiert das Jugend- und Kulturzentrum UFO in Bruneck das „Filmfeschtl“ mit Südtiroler Film-Persönlichkeiten.  In der heurigen Auflage vom 28. Juli bis 1. August 2020 steht der Produzent Georg Tschurtschenthaler aus Innichen im Mittelpunkt. Er gehört zu den wenigen Südtiroler Filmemachern, die international Erfolg haben und mit seinen fundierten Recherchen Filme dreht, die nachhaltige Diskussionen zu wichtigen gesellschaftlichen Themen auslösen.

  

Die Wölfe blicken in die Zukunft: Die letzte Saison im Rienzstadion

Mit viel Energie und Einsatz hat das Wölfe-Team die vergangene Saison aufgearbeitet und der Vorstand um Präsident Robert Pohlin plant schon seit geraumer Zeit die neue Spielzeit - die allerletzte Saison im alten Rienzstadion. Vor einigen Tagen hat die AlpsH auch den geplanten Modus für die Saison 2020/2021 vorgestellt. Dort wollen die Wölfe wieder Akzente setzen. 

  

 SSV Bruneck – Sektion Schwimmen: Endlich wieder im Wasser!

Nach einer langen Durststrecke konnten die Athleten des SSV Bruneck Schwimmen Anfang Juni mit der Öffnung des Freibades Bruneck endlich wieder ins kühle Nass eintauchen. Damit konnte auch die umfangreiche Trainings- und Kurstätigkeit wieder aufgenommen werden. Das Swimcamp 2020 findet ebenfalls statt. 

 

Karate Mühlbach: Die neue Saison startet bald

Karatetraining für mein Kind? Warum nicht – so wird es selbstbewusster und lernt, sich zu verteidigen. Oder selbst mit Karate beginnen? Was spricht eigentlich dagegen in die eigene Gesundheit und Fitness zu investieren, die Koordination und Beweglichkeit zu verbessern, sich einen Ausgleich zum stressigen Alltag zu suchen? Interessierte haben ab dem 8. September 2020 die Möglichkeit, zwei Wochen lang kostenlos und unverbindlich beim Karate-Training in Mühlbach mitzumachen, um sich selbst ein Bild von dieser Kampfkunst zu machen.

   

Das Monatshoroskop

Die Sternzeichen im Monat August

  

 

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